Solo- oder Team-Gründung

Soll ich meine Idee ganz allein verwirklichen?

Das Fragen sich immer wieder unsere Kunden. Die Antwort hängt davon ab, welches Vorhaben Sie planen. Auch Ihre Persönlichkeit und Ihr Know-How spielen eine große Rolle. Wir klären für Sie die Vor und die Nachteile der jeweiligen Gründungsart.

Wie schätzen Sie sich, sind Sie eher ein Teamplayer oder eher ein Einzelkämpfer?

Diese Frage stellen sich unsere Kunden, Gründer in der frühen Phase der Gründung, oder in der Gründungsvorbereitung. Es ist wichtig die Vor- und Nachteile für die Rechtsform, die eigene Persönlichkeit, die Ziele für das Unternehmen zu analysieren, um eine richtige Entscheidung für die Solo- oder die Team-Gründung zu treffen. Bedenken sollte man auch, dass die erste Entscheidung nicht unbedingt eine endgültige ist. Zu einer Späteres Phase können Sie die anfängliche Entscheidung ändern.

Wie es bei Ihnen individuell aussieht, prüfen wir es gerne mit Ihnen. Die Erstberatung ist für Sie kostenlos. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. 

Solo-Gründer: Die Vorteile

Bei den Solo-Gründer ist der aller größte Vorteile, die unternehmerische Freiheit. Die Unabhängigkeit, ist auch das wichtigste Motiv für die Gründung, laut dem KFW-Gründungsmonitor 2020. Bei Solo-Gründungen trifft der Gründer selbst seine Entscheidungen und ist auch nur sich selbst Rechenschaft schuldig. Der Gründer kann seinem Unternehmen die Richtung vorgeben, die er für richtig hält, ohne sich mit anderen Partnern abstimmen zu müssen.

Das führt natürlich grundsätzlich zu mehr Flexibilität und schnelleren Reaktionsfähigkeit. Besonders in der Anfangszeit und beim Unternehmensaufbau kommen Kursänderungen vor, alleine sind diese Anpassungen schneller und einfacher durchzuführen, wenn man als Solo-Gründer sich nicht mit den Partnern austauschen muss. Bei Solo-Gründung kommt es auch nicht zu Blockaden, wenn sich die Partner in einer Sache nicht einigen können. 

Auch finanziell gesehen kann eine Solo-Gründung Vorteile bringen. Die Rechtsformen für den Solo-Gründer sind meist günstiger und es müssen keine komplizierten Verträge beschlossen werden. Auch müssen die anfänglich, teilweise seltenen Gewinne auf mehrere Gründer aufgeteilt werden.

Team-Gründer: Die Vorteile

Auch Team-Gründungen haben ihre Vorteile und diese sind nicht von der Hand zu weisen. Ein Team bietet auch Sicherheit, durch mehrere Partner wird die Verantwortung und das Risiko der Gründung geteilt. Voraussetzung ist natürlich, dass man ein funktionierendes Team hat.

Ein gutes Team ist in der Lage Aufgaben, Belastungen, Pflichten und Verantwortung für verschiedene Bereiche unter sich aufzuteilen und zu tragen. Die Teammitglieder füllen sich auch grundsätzlich den anderen Partnern verpflichtet, so bleiben keine Aufgaben liegen. In einem Team kann, besonders zum Start, eine ellenlange ToDo Liste und der oft übervolle Terminkalender aufgeteilt werden.

Es ist auch eine großer Vorteil bei unerwartetem Ausfall, z.B. wegen Krankheit, jemanden zu haben, der einspringen kann.

Weiterhin ergänzen sich Team-Gründer idealerweise in Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen und können so eine große Palette abdecken, was bei einer Solo-Gründung so generell nicht möglich ist.

Auch das Netzwerk ist bei einer Team-Gründung selbstverständlich größer, dies erleichtert den Zugang zu wichtige Geschäftskontakte, Empfehlungskunden und Investoren. Weiterhin erleichtert die Team-Gründung die Möglichkeiten einer Finanzierung, denn für die Bank ist das Ausfallrisiko auf alle Partner aufgeteilt und es gibt mehr Sicherheiten. 

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Rechtsformen für Solo- und Team-Gründungen

Es stehen verschiedene Möglichkeiten für die Rechtsform zur Verfügung. Je nach Geschäftsidee und ob Solo- oder Team-Gründung passen andere Rechtsformen.

  • Für die Solo-Gründer eignet sich sehr gut das Einzelunternehmen unter anderem wegen des geringen Aufwands bei der Anmeldung. Für diese Rechtsform bedarf es kein Mindestkapital, allerdings haftet hier der Gründer unbeschränkt mit gesamtem Betriebs- und Privatvermögen.
  • Die Rechtsform Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) braucht mindestens zwei Gründer. Diese Form ist ebenfalls leicht zu gründen und es entstehen geringe Kosten. Die Gründer haben ebenfalls unbeschränkte Haftung mit dem gesamten Betriebs- und dem gesamten Privatvermögen. Generell ist diese Rechtsform für den Einstieg geeignet und eher etwas für Kleingewerbetreibende.
  • Hat die GbR die Kaufmannseingenschaft, ist es eine offene Handelsgesellschaft (oHG). OHG hat im Prinzip die gleichen Eigenschaften, wie GbR, ist allerdings im Handelsregister eingetragen.
  • Kommanditgesellschaft empfehlen wir vor allem für Unternehmen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung. Bei einer KG leitet der Komplementär die Geschäfte und haftet mit seinem Privatvermögen. Die Kommanditisten sind nur finanziell beteiligt und haften nur mit der eingebrachten Einlage.
  • Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist vor allem wegen ihrer Haftungsbeschränkung beliebt. Es bedarf allerdings eines Mindestkapitals von 25.000 Euro und ist aufwändiger zu gründen (durch Musterprotokolle kann man den Aufwand reduzieren). Die Gesellschafter haften hier mit ihrer Einlage.
  • Für Solo-Gründer besteht auch die Möglichkeit der Gründung einer haftungsbeschränkten Unternehmensgesellschaft (UG), es ist auch als Vorstufe einer GmbH anzusehen. Mindestkapitaleinlage ist 1 Euro und durch Musterprotokoll relativ (zur GmbH) einfache Gründung. Der Gesellschafter haftet ebenfalls mit seiner Einlage.
  • Außerdem gibt es sowohl für Solo- als auch für Team-Gründer die Aktiengesellschaft und verschiedene Misch- und Sonderformen, es ist dringend anzuraten, vor der Festlegung der Rechtsform in jedem Fall professionelle Beratung hinzuzuziehen.

Fazit

Was für Sie besser geeignet ist, ob Solo-Gründung oder doch die Team-Gründung darf man nicht nur auf die Persönlichkeit reduzieren, ebenso wichtig ist die Art des geplanten Unternehmens.

Bevorzugt man also eine Gründung mit einem oder mehrere Partner, sollte man sich mit den Partnern sehr gut verstehen können, damit der Traum einer Selbstständigkeit nicht an beruflichen oder privaten Differenzen der Geschäftspartner scheitert. Auch für Investoren ist das Gründungsteam wichtiger, als das Geschäftsmodell.

Für alle, die noch nicht den richtigen Gründungspartner gefunden haben, gilt es viele Gründertreffen und Plattformen, um geeignete Partner zu finden. Auch wir helfen nicht nur bei der Gründung, sondern haben ein breites Netzwerk und vielleicht auch den perfekten Geschäftspartner für Sie. Einen guten Austausch bieten unsere Workshops für Gründer, hier ist es schon oft vorgekommen, dass sich Gründer zusammengeschlossen haben.

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