Wie gründe ich eine GmbH?

GmbH gründen

Wie gründe ich eine GmbH?

Was es bei einer GmbH-Gründung zu beachten gibt

Die Rechtsform GmbH hat in Deutschland ein sehr hohes Ansehen und bei Gründungen sehr beliebt. Für Startups bietet die GmbH perfekte Voraussetzungen für Flexibilität, was die Gesellschafter und Investoren angeht. In diesem Beitrag wird die Gründung einer GmbH unter die Lupe genommen.

Voraussetzungen einer GmbH

Die „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ (kurz GmbH) stellt für viele Start-Ups und Unternehmensgründer eine beliebte Gesellschaftsform für eine Selbstständigkeit dar. Rechtlich wird für diese Art der Kapitalgesellschaft Folgendes vorausgesetzt: Das Mindestkapital beträgt 25.000 €, von denen mindestens 50 % bei der Gründung gezahlt werden muss. Außerdem kann das Unternehmen nur mit dem Firmengeld haften und die Gründung ist nur mit einer Ein-Personen GmbH und diversen Gesellschaftern möglich. Andere Unternehmensformen wie die der UG (Mini-GmbH) oder der GbR können alternativ auch gewählt werden.

Erste Schritte

Die Gründung wird dann durch den sogenannten Gesellschaftsvertrag notariell beglaubigt und alle Gesellschafter stimmen diesem mit einer Unterschrift zu. Nach dem Nachweis über die Zahlung der Stammeinlage auf das Firmenkonto der GmbH meldet der Notar das Unternehmen im Handelsregister des zuständigen Amtsgerichtes an. Diese Zeit zwischen Gesellschaftsvertrag und tatsächlicher Eintragung agiert das Unternehmen mit dem Namenszusatz in Gründung, also als GmbH i.G.

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Kosten der Gründung

Jedoch entstehen nicht nur durch besagten Vertrag inklusive der Notarkosten (die alleine schon ab zirka 800 €) schnell Ausgaben, die im drei- oder vierstelligen Segment liegen. Die Beteiligung eines externen Geldgebers, die Ausgaben an das Amtsgericht in einer Höhe von etwa 150 € sowie das Aufstellen einer Eröffnungsbilanz durch den künftigen Steuerberater schlagen ebenso zu Rate. Natürlich werden die Gesamtkosten stets durch verschiedene Faktoren wie Firmengröße, -struktur oder etwaige Vorarbeiten durch Buchhaltungsprogramme beeinflusst. Laufende Kosten, wie der Mitgliedsbeitrag der IHK oder der HWK entstehen ebenso direkt nach der Gründung.

Anmeldung der GmbH

Das Finanzamt meldet sich nach der Eintragung ins Handelsregister und teilt die Steuernummer mit, sofern folgende Dokumente eingereicht werden konnten: Eröffnungsbilanz, Geschäftsführerverträge, Auszug aus dem Handelsregister, Schätzungen des Gewinns in aktuellem und folgendem Jahr, Mietverträge, Beginn der Geschäftstätigkeit sowie der Gesellschaftsvertrag. Die steuerliche Erfassung dient dem Finanzamt aber auch dem Gründer, da er ohne entsprechende Nummer keine Rechnungen ausstellen darf. Nebenbei muss die GmbH auch beim Gewerbeamt, der Bundesagentur für Arbeit sowie bei der Berufsgenossenschaft vorgestellt werden.

Der Gesellschaftsvertrag

Der schon angesprochene Gesellschaftsvertrag dient als Herzstück der GmbH-Gründung. Er gibt Aufschluss über die festen Firmendaten (Name, Adresse, Tätigkeit, Höhe des Grundkapitals) sowie über die Firmenstruktur (Geschäftsanteile, Gesellschafter). Darüber hinaus wird auch oft die Geschäftsführung benannt. Falls die GmbH nur bis zu drei Gesellschafter und einen Geschäftsführer besitzt, kann das Musterprotokoll des Gesetzgebers herangezogen werden, allerdings nur, wenn keine abweichenden Bestimmungen formuliert werden sollen. Ebenso wichtig bei der Gründung einer GmbH ist das Aufsetzen einer Geschäftsordnung sowie die Geschäftsführerverträge. Die Gesellschafterliste muss zudem auch einige relevante Daten aufweisen: der vollständige Name, der Wohnort und das Geburtsdatum der Gesellschafter sowie deren Nennbeiträge mitsamt ihren Geschäftsanteilen.

Sonstiges zur GmbH-Gründung

Die Buchführung einer GmbH gestaltet sich äußerst durch die doppelte Bilanzierung komplex, verglichen mit anderen Gesellschaftstypen. Außerdem sollte bedacht werden, dass die GmbH als Kapitalgesellschaft einer Veröffentlichungspflicht der Jahresbilanz unterliegt. Diese erfolgt im Bundesanzeiger. Etwaige Veränderungen des Kapitals, der Kapitalgeber oder des Geschäftszweckes müssen unverzüglich dem Handelsregister mitgeteilt werden. Eine Gesellschafterversammlung muss ebenfalls abgehalten werden, auf die nach einigen Monaten dann der schriftliche Jahresabschluss folgen muss.

Warum also warten? GmbH gründen – Kosten

Du brauchst Unterstützung, um deinen Weg zu finden? Nehme jetzt Kontakt mit uns auf, lass uns über die vielen Möglichkeiten sprechen und das finden, was zu dir am besten passt. Die Preise unterscheiden sich bei einer GmbH, je nach Komplexität, teilweise sehr stark. Hier aber eine kleine Übersicht, inklusive MwSt. Unterstützung bei Gründung und Notarkosten mit dem Handelsregistereintrag:
  • ca. 1.000 Euro: ein Gesellschafter
  • ca. 1.500 Euro: 2 bis 3 Gesellschafter, kein individueller Gesellschaftervertrag
  • ab 2.000 Euro: mehr als 3 Gesellschafter, individueller Gesellschaftervertrag
  • Gerne kannst du auch eine individuelle Anfrage zur Gründung stellen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Termin mit uns. Erstgespräch ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

Solo- oder Team-Gründung

Soll ich meine Idee ganz allein verwirklichen?

Das Fragen sich immer wieder unsere Kunden. Die Antwort hängt davon ab, welches Vorhaben Sie planen. Auch Ihre Persönlichkeit und Ihr Know-How spielen eine große Rolle. Wir klären für Sie die Vor und die Nachteile der jeweiligen Gründungsart.

Wie schätzen Sie sich, sind Sie eher ein Teamplayer oder eher ein Einzelkämpfer?

Diese Frage stellen sich unsere Kunden, Gründer in der frühen Phase der Gründung, oder in der Gründungsvorbereitung. Es ist wichtig die Vor- und Nachteile für die Rechtsform, die eigene Persönlichkeit, die Ziele für das Unternehmen zu analysieren, um eine richtige Entscheidung für die Solo- oder die Team-Gründung zu treffen. Bedenken sollte man auch, dass die erste Entscheidung nicht unbedingt eine endgültige ist. Zu einer Späteres Phase können Sie die anfängliche Entscheidung ändern.

Wie es bei Ihnen individuell aussieht, prüfen wir es gerne mit Ihnen. Die Erstberatung ist für Sie kostenlos. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. 

Solo-Gründer: Die Vorteile

Bei den Solo-Gründer ist der aller größte Vorteile, die unternehmerische Freiheit. Die Unabhängigkeit, ist auch das wichtigste Motiv für die Gründung, laut dem KFW-Gründungsmonitor 2020. Bei Solo-Gründungen trifft der Gründer selbst seine Entscheidungen und ist auch nur sich selbst Rechenschaft schuldig. Der Gründer kann seinem Unternehmen die Richtung vorgeben, die er für richtig hält, ohne sich mit anderen Partnern abstimmen zu müssen.

Das führt natürlich grundsätzlich zu mehr Flexibilität und schnelleren Reaktionsfähigkeit. Besonders in der Anfangszeit und beim Unternehmensaufbau kommen Kursänderungen vor, alleine sind diese Anpassungen schneller und einfacher durchzuführen, wenn man als Solo-Gründer sich nicht mit den Partnern austauschen muss. Bei Solo-Gründung kommt es auch nicht zu Blockaden, wenn sich die Partner in einer Sache nicht einigen können. 

Auch finanziell gesehen kann eine Solo-Gründung Vorteile bringen. Die Rechtsformen für den Solo-Gründer sind meist günstiger und es müssen keine komplizierten Verträge beschlossen werden. Auch müssen die anfänglich, teilweise seltenen Gewinne auf mehrere Gründer aufgeteilt werden.

Team-Gründer: Die Vorteile

Auch Team-Gründungen haben ihre Vorteile und diese sind nicht von der Hand zu weisen. Ein Team bietet auch Sicherheit, durch mehrere Partner wird die Verantwortung und das Risiko der Gründung geteilt. Voraussetzung ist natürlich, dass man ein funktionierendes Team hat.

Ein gutes Team ist in der Lage Aufgaben, Belastungen, Pflichten und Verantwortung für verschiedene Bereiche unter sich aufzuteilen und zu tragen. Die Teammitglieder füllen sich auch grundsätzlich den anderen Partnern verpflichtet, so bleiben keine Aufgaben liegen. In einem Team kann, besonders zum Start, eine ellenlange ToDo Liste und der oft übervolle Terminkalender aufgeteilt werden.

Es ist auch eine großer Vorteil bei unerwartetem Ausfall, z.B. wegen Krankheit, jemanden zu haben, der einspringen kann.

Weiterhin ergänzen sich Team-Gründer idealerweise in Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen und können so eine große Palette abdecken, was bei einer Solo-Gründung so generell nicht möglich ist.

Auch das Netzwerk ist bei einer Team-Gründung selbstverständlich größer, dies erleichtert den Zugang zu wichtige Geschäftskontakte, Empfehlungskunden und Investoren. Weiterhin erleichtert die Team-Gründung die Möglichkeiten einer Finanzierung, denn für die Bank ist das Ausfallrisiko auf alle Partner aufgeteilt und es gibt mehr Sicherheiten. 

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Rechtsformen für Solo- und Team-Gründungen

Es stehen verschiedene Möglichkeiten für die Rechtsform zur Verfügung. Je nach Geschäftsidee und ob Solo- oder Team-Gründung passen andere Rechtsformen.

  • Für die Solo-Gründer eignet sich sehr gut das Einzelunternehmen unter anderem wegen des geringen Aufwands bei der Anmeldung. Für diese Rechtsform bedarf es kein Mindestkapital, allerdings haftet hier der Gründer unbeschränkt mit gesamtem Betriebs- und Privatvermögen.
  • Die Rechtsform Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) braucht mindestens zwei Gründer. Diese Form ist ebenfalls leicht zu gründen und es entstehen geringe Kosten. Die Gründer haben ebenfalls unbeschränkte Haftung mit dem gesamten Betriebs- und dem gesamten Privatvermögen. Generell ist diese Rechtsform für den Einstieg geeignet und eher etwas für Kleingewerbetreibende.
  • Hat die GbR die Kaufmannseingenschaft, ist es eine offene Handelsgesellschaft (oHG). OHG hat im Prinzip die gleichen Eigenschaften, wie GbR, ist allerdings im Handelsregister eingetragen.
  • Kommanditgesellschaft empfehlen wir vor allem für Unternehmen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung. Bei einer KG leitet der Komplementär die Geschäfte und haftet mit seinem Privatvermögen. Die Kommanditisten sind nur finanziell beteiligt und haften nur mit der eingebrachten Einlage.
  • Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist vor allem wegen ihrer Haftungsbeschränkung beliebt. Es bedarf allerdings eines Mindestkapitals von 25.000 Euro und ist aufwändiger zu gründen (durch Musterprotokolle kann man den Aufwand reduzieren). Die Gesellschafter haften hier mit ihrer Einlage.
  • Für Solo-Gründer besteht auch die Möglichkeit der Gründung einer haftungsbeschränkten Unternehmensgesellschaft (UG), es ist auch als Vorstufe einer GmbH anzusehen. Mindestkapitaleinlage ist 1 Euro und durch Musterprotokoll relativ (zur GmbH) einfache Gründung. Der Gesellschafter haftet ebenfalls mit seiner Einlage.
  • Außerdem gibt es sowohl für Solo- als auch für Team-Gründer die Aktiengesellschaft und verschiedene Misch- und Sonderformen, es ist dringend anzuraten, vor der Festlegung der Rechtsform in jedem Fall professionelle Beratung hinzuzuziehen.

Fazit

Was für Sie besser geeignet ist, ob Solo-Gründung oder doch die Team-Gründung darf man nicht nur auf die Persönlichkeit reduzieren, ebenso wichtig ist die Art des geplanten Unternehmens.

Bevorzugt man also eine Gründung mit einem oder mehrere Partner, sollte man sich mit den Partnern sehr gut verstehen können, damit der Traum einer Selbstständigkeit nicht an beruflichen oder privaten Differenzen der Geschäftspartner scheitert. Auch für Investoren ist das Gründungsteam wichtiger, als das Geschäftsmodell.

Für alle, die noch nicht den richtigen Gründungspartner gefunden haben, gilt es viele Gründertreffen und Plattformen, um geeignete Partner zu finden. Auch wir helfen nicht nur bei der Gründung, sondern haben ein breites Netzwerk und vielleicht auch den perfekten Geschäftspartner für Sie. Einen guten Austausch bieten unsere Workshops für Gründer, hier ist es schon oft vorgekommen, dass sich Gründer zusammengeschlossen haben.

Warum also warten?

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Firmennamen, Unternehmensnamen

Unternehmensnamen

Firmennamen, Unternehmensnamen

Jedes Unternehmen hat einen Namen, aber kann man sich irgendeinen Namen aussuchen?

Entscheidend ist, welche Rechtsform das Unternehmen hat. Soll es der persönliche Name, ein Fantasiename oder vielleicht der Branchenname sein? Oder soll aus dem Namen die Tätigkeit des Unternehmens hervorgehen? Was ist mit Städte- oder Ländernamen? Und wie muss die Rechtsform aufgeführt werden?

Unternehmensnamen finden

Bei der Wahl des geeigneten Namens für Ihr Unternehmen stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Allerdings müssen Sie dabei auch einige Punkte beachten.

Kleiner Hinweis: Viele Existenzgründer sprechen von ihrer „Firma“. Eine Firma haben aber nur Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, alle anderen tragen eine Geschäfts- oder Unternehmensbezeichnung. Also der Firmenname ist für Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, für alle anderen ist es Unternehmensname.

Kleingewerbetreibende (Einzelunternehmen)

Kleingewerbetreibende können eine Fantasie-, Branchen oder Tätigkeitsbezeichnung für ihr Geschäft führen. Die Industrie- und Handelskammern empfehlen allerdings, stets mit dem Vor- und Nachnamen aufzutreten, auch wenn dazu keine gesetzliche Verpflichtung besteht. Im Geschäftsverkehr (auf Briefen, Rechnungen, im Impressum o.ä.) muss in jedem Fall neben der Geschäftsbezeichnung oder am Seitenende der Vor- und Nachname und eine ladungsfähige Anschrift angegeben werden. Bei Kommunikation und Handel im Internet sind zudem das Telemediengesetz TMG §5 und TGM §6 zu beachten.

Der Namenszusatz darf nicht irreführend sein. Vor allem muss er stimmen. Wer nur eine kleine handwerkliche Produktion vorhält, darf sich nicht als „Fabrik“ bezeichnen. Auch darf nicht der Eindruck entstehen, dass Ihr Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist oder eine andere Rechtsform hat. Eine „Firma“ bezieht sich zum Beispiel nur auf Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind. Eine „AG“ wiederum gilt ausschließlich als Kürzel für eine Aktiengesellschaft. Schon die Endung „…ag“ kann auf eine Aktiengesellschaft schließen lassen (z.B. „xyzag“). Auch die Aufnahme des Ortsnamens oder gar von Zusätzen wie „Deutsche“ oder „Europäische“ kann im Einzelfall den falschen Eindruck erwecken, dass Ihr Geschäft eine besondere Bedeutung an dem genannten Ort oder in der Region hat.

Alle Regelungen dazu, wie Dienstleistungserbringer im allgemeinen Geschäftsverkehr auftreten müssen, finden Sie in § 2 Abs. 1 der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung.

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Freiberufler

Für Freiberufler gelten weitgehend die oben aufgeführten Bestimmungen und Empfehlungen bei dem Unternehmensnamen. Zusätze wie Branchenbezeichnungen und Fantasienamen sind ebenfalls unter den oben genannten Bedingungen erlaubt. Um keine Missverständnisse zwischen einer gewerblichen und freiberuflichen Tätigkeit aufkommen zu lassen, sollten Freiberufler, wenn sie eine zusätzliche Berufs- bzw. Branchenbezeichnung aufnehmen, darauf achten, dass diese tatsächlich einem Freien Beruf entspricht, auch um falsche Vorstellungen bei Behörden, z.B. beim Gewerbe- oder Finanzamt, zu vermeiden.

Hinweise dazu, wer zu den freiberuflich Tätigen zählt, enthält §18 Einkommensteuergesetz.

GbR und PartG

Für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR oder auch BGB-Gesellschaft) gelten dieselben Regeln und Empfehlungen wie oben beschrieben. Es dürfen alle Zusätze verwendet werden, die auch beim Einzelunternehmer zulässig sind, z.B. Branchen-, Etablissement- oder Geschäftsbezeichnungen und Phantasienamen. Häufig wird auch der Zusatz „GbR“ verwendet.

Bei der – ausschließlich Freiberuflern vorbehaltenen – Rechtsform der  Partnerschaftsgesellschaft (PartG) muss der Name mindestens eines Partners, der Zusatz „und Partner“ oder „Partnerschaft“ sowie die Berufsbezeichnungen aller in der Partnerschaft vertretenen Berufe im Namen enthalten sein. Bei der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) muss die Partnerschaft außerdem den Zusatz „mbB“ oder „mit beschränkter Berufshaftung“ tragen. Der Begriff „Partner“ ist bei allen anderen Rechtsformen irreführend und daher verboten. Die Beifügung von Vornamen ist nicht erforderlich. Ansonsten gelten hinsichtlich des Namens dieselben Grundsätze wie bei der GbR. Der Name der Partnerschaft wird in § 2 PartGG geregelt.

Bezeichnung von Unternehmen (Firmennamen), die im Handelsregister eingetragen sind:

Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind (eingetragener Kaufmann, OHG, KG, GmbH u.a.), haben eine „Firma“. Sie ist der „Name des Kaufmanns“. Die Firma kann die Tätigkeit des Unternehmens beschreiben (Sachfirma), die Namen der Gesellschafter wiedergeben (Personenfirma), als Fantasiefirma oder auch als Kombination dieser Möglichkeiten gebildet werden. Man muss sie nicht als Wort aussprechen können, es reicht, wenn sie artikulierbar ist (z.B. „HM & A GmbH“). Sie muss zur Kennzeichnung geeignet sein und Unterscheidungskraft besitzen.

Eine wichtige Rolle bei der Firmenbildung spielen die §§ 18 und 30 des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Firma darf demnach keine Angaben enthalten, die geeignet sind, über geschäftliche Verhältnisse, die für die angesprochenen Verkehrskreise wesentlich sind, irrezuführen. Nach § 30 HGB muss sich die Firma zudem von allen an demselben Ort oder in derselben Gemeinde bereits bestehenden und in das Handelsregister oder das Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen unterscheiden.

Beispiele für zulässige Firmennamen:

  • Sachfirma: Medico Gesellschaft für Medizintechnik mbH
  • Namensfirma: Maria Meister e.Kfr.; Kaiser & Bauer OHG
  • Phantasiefirma: Sisyphos AG
Genannt werden muss in jedem Fall die Rechtsform, um die Haftungsverhältnisse deutlich zu machen. Beispiel: GmbH, UG (haftungsbeschränkt), OHG, KG, AG oder auch GmbH & Co. KG. Die Firma muss bei Einzelkaufleuten die Bezeichnung „eingetragener Kaufmann“, „eingetragene Kauffrau“ oder eine allgemein verständliche Abkürzung dieser Bezeichnung, insbesondere „e.K.“, „e.Kfm.“ oder „e.Kfr.“ enthalten. Siehe dazu auch § 19 HGB.

Unternehmensnamen schützen

Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, genießen einen gewissen Schutz ihres Namens in ihrem Handelsregisterbezirk. Da jede neue Firma sich nach § 30 HGB von den am selben Ort bestehenden und in das Handelsregister eingetragenen Firmen deutlich unterscheiden muss, kann ein „Newcomer“ nicht eine bereits vergebene Firma zur Eintragung in das Handelsregister wählen. In Zweifelsfällen prüft dies die IHK auf Anfrage des Registergerichts.

Außerdem wird der Name eines jeden Unternehmens (unabhängig von der Eintragung im Handelsregister) durch und mit dem tatsächlichen Beginn der Benutzung geschützt, insbesondere durch das Wettbewerbsrecht. Dieser Schutz beschränkt sich jedoch grundsätzlich auf denjenigen Markt, in dem das jeweilige Unternehmen tätig ist und in dem noch mit seiner werbenden Tätigkeit gerechnet werden kann.

Wollen Sie den Namenszusatz Ihres Unternehmens intensiver schützen, kommt eine Markeneintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt in München in Frage. Eine solche Eintragung ist allerdings mit relativ hohen Kosten verbunden. Vorteil der Markenanmeldung ist u.a., dass eine Marke nicht nur Schutz in dem Gebiet genießt, in dem sie tatsächlich benutzt wird, sondern innerhalb des gesamten Territoriums ihrer Anmeldung. Nützlich ist dies, wenn das Unternehmen in Zukunft seine Tätigkeit nach und nach ausweitet.

Fazit

Bei der Wahl des Firmennamens bzw. Unternehmensnamens können Sie sich von der für Sie örtlich zuständigen Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer beraten lassen. Diese prüft auch, ob es im Kammerbezirk bereits Unternehmen gibt, die genau so oder so ähnlich heißen. Achten Sie darauf, dass Sie keine fremden Marken- oder Wettbewerbsrechte verletzen. Sie sollten vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit prüfen lassen, ob der von Ihnen beabsichtigte Firmenname oder Geschäftsbezeichnung bereits für Dritte markenrechtlich geschützt ist. Das können wir für Sie prüfen, damit keine Rechtsstreitigkeiten entstehen. Eine deutschlandweite Identitätsrecherche nach Firmen- und Markennamen erstellt kostengünstig die IHK Erfurt.

Warum also warten?

Sie benötigen Unterstützung für die richtige Wahl des Unternehmensnamens oder des Firmennamens? Unser Service SOS Rechtsform ist dafür am besten geeignet. Sehr schnell und kostengünstig können Sie klären welche Rechtsform zu Ihrem Unternehmen am besten passt und welchen Unternehmensname Sie nehmen können.

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Rechtsform, Rechtsformen

Rechtsformen – Überblick

Rechtsform, Rechtsformen

Rechtsformen, ein Überblick

Der wichtigste Unterschied zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften besteht in der Haftung. Die Unterscheidung zwischen allen Rechtsformen hat auch finanzielle, steuerliche und rechtliche Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Gründer selbst.

Kleiner Hinweis vorab

Die getroffene Entscheidung über eine Rechtsform ist selten endgültig. Bei Änderungen der Unternehmensstruktur oder geänderten Anforderungen Ihres Unternehmens, können (oder sollten) Sie die Rechtsform wechseln.

Personengesellschaften

Einzelunternehmer, GbR, KG, GmbH & Co. KG, PartG, PartGmbB

Die Haftung für Schulden bei Gesellschaftern von Personengesellschaften gegenüber Geschäftspartnern ist nicht nur mit dem Gesellschaftsvermögen, sondern auch mit ihrem privaten Vermögen. Bei KG, PartG und GmbH & Co. KG gibt es allerdings Sonderregelungen, die diese Gesellschaftsform sehr interessant machen.

Kapitalgesellschaften

GmbH, UG, AG

Die Haftung bei diesen Gesellschaftsformen ist auf die Höhe der Einlage beschränkt. Es gibt allerdings auch viele Ausnahmen, bei denen die Gesellschafter und Geschäftsführer auch mit ihren persönlichen Vermögen haften.

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Gewerbetreibende

Jeder, der ein Unternehmen gründet, ist ein Gewerbetreibender. Außer er ist freiberuflich tätig. Der überwiegende Teil der Gewerbetreibenden sind Kaufleute und müssen ihr Unternehmen in das Handelsregister eintragen. Mögliche Rechtsformen:
  • Einzelunternehmen (für 1-Personen-Gründung)
  • Offene Handelsgesellschaft (OHG)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH, auch als 1-Personen-Gründung möglich)
  • Unternehmensgesellschaft (haftungsbeschränkt) (UG, für kleine Gesellschaften und für 1-Personen-Gründungen sehr gut geeignet)
  • GmbH & Co. KG
  • Kommanditgesellschaft (KG)
  • Aktiengesellschaft (AG)

Kleingewerbetreibende

Das sind meist kleine, sehr einfach organisierten Unternehmen. Die Kleingewerbetreibende sind keine Kaufleute und benötigen deshalb keinen Handelsregistereintrag. Der Vorteil ist, dass die Kleingewerbetreibende weniger laufenden Aufwand haben (z.B. keine Jahresabschlüsse, Berichtspflichten). Mögliche Rechtsformen:
  • Einzelunternehmen (für 1-Personen-Gründung) bzw.
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR, für Teamgründungen)

Freiberufler

Der Begriff Freiberufler bezeichnet eine Person, die eine Tätigkeit ausübt, die nicht der Gewerbeordnung unterliegt und einen wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Hintergrund hat. Freiberufliche Tätigkeiten werden im § 18 EStG und § 1 PartGG festgehalten. Mögliche Rechtsformen:
  • Einzelunternehmen (für 1-Personen-Gründung) bzw.
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR, für Teamgründungen)
  • Partnerschaftsgesellschaft (PartG, für Teamgründungen)
  • Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB, für Teamgründung)

Fazit

Die Wahl der richtigen Rechtsform ist wichtig. Bei der Gründung sollten viele Aspekte beleuchtet werden, um die richtige Entscheidung zu treffen. Daher unsere Empfehlung einen Experten zu befragen, der die Belange Ihres Unternehmens und der Gesellschafter mit in den Auswahlprozess einbezieht.

Bei neu gegründeten Unternehmen ist es auch wichtig, dass es spätere Änderungen geben kann. Bedingt durch das Wachstum, Änderung der Gesellschafter oder auch der Ausweitung der Geschäfte, muss die Rechtsform angepasst werden. Somit ist die anfängliche Entscheidung nie endgültig uns soll regelmäßig betrachtet werden und wenn notwendig auch angepasst werden.

Bei all diesen Punkten unterstützen wir Sie und stehen mit unserer professionellen Beratung gerne zur Seite.

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